Kingpint Cover

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Kingpint's Musik kann nur mit zwei Worten beschrieben werden – hart & direkt. Hier wird nichts beschoenigt, nichts glorifiziert. Vielmehr wird die gnadenlose Realitaet der Strasse kommentarlos auf den Punkt gebracht.

Der aus dem sozialen Brennpunkt Köln-Porz stammende Rapper weiss, wovon er redet. Seit mehr als zehn Jahren beschreibt Kingpint seine und die Erlebnisse seiner Umgebung in seinen Songs und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Kingpint's Welt ist die Welt des kalten Betons; die vergessene Welt, in der Drogen, Armut und Gewalt zum Alltag gehoeren, als ob es selbstverstaendlich waere. Eine Welt, die in Deutschland gern ignoriert wird, die man aber mittlerweile nicht mehr wegreden kann.

An der Ecke stehen die Jungs in Chevignon Jacken, gegenueber wartet die Polizei, die Handschellen liegen bereit. Junkies gehen vorbei, Crack wird verkauft, Steine werden im Mund versteckt. Hinter verschlossenen Tueren weinen Muetter, Kinder warten vergeblich auf ihren Vater. In Kingpint's Viertel sind Traeume wie sichere Jobs – beides gibt's hier nicht. Drogen hingegen gibt's im Ueberfluss, fuer Hoffnung ist kein Platz.

Kingpint verleiht den Stummen seiner Nachbarschaft eine laute und eindrucksvolle Stimme. Die Orientierungslosigkeit von Jugendlichen, gepaart mit einem Mangel an Alternativen, ist nicht hilfreich, den Versuchungen des schnellen Geldes zu widerstehen. Hier werden Tragoedien festgehalten, die Frustration und Ausweglosigkeit der Namenlosen werden in Bars uebersetzt. Diese Jahre sind nicht spurlos an Kingpint vorueber gegangen. Drogen wurden nicht nur verkauft, sondern auch konsumiert. Frustration und Probleme sind fuer ihn nichts Fremdes. Nach turbulenten Jahren innerhalb der Musikindustrie kam Crack und mit Crack ging es ab da nur noch in eine Richtung – abwaerts. Zeugnis dessen war die Online EP „Freebase" zusammen mit Aim (2005), der erste reine Crack Rap Release in Deutschland. Konfrontiert mit seiner schwierigen Situation, hat Kingpint die Droge besiegt und 2006 seine Solo EP „Bitch Mama" raus gebracht. Seitdem nahm sein Debuetalbum konkrete Formen an, die seine Vergangenheit und Gegenwart unmissverstaendlich beschreibt. Klischees und gaengige Floskeln werden weggelassen – bei so viel blanker Realitaet waeren Gimmicks einfach unpassend.

„Meine Jungs sind zufrieden mit der Scheisse die ich mache, fuehlen sich representet und fuehlen was ich sage."

Kingpint - fuer die Jungs im Viertel. | „…und dann kam Crack" erscheint im Oktober 2007 ueber Def-Dick Records.